Ökumenische Meditation

Buddha, Christus des Ostens – Christus, Buddha des Westens: Das Göttliche will auf möglichst viele unterschiedliche Weisen kontaktiert werden. Diese Erkenntnis weist Mission keineswegs zurück, denn durch Mission entstehen in Wahrheit doch immer nur neue Glaubensformen, nicht bloße Ausbreitung der alten. Ich kenne zahlreiche Buddhisten, aber keine zwei, die derselben „Richtung“ angehören; das ist lustig, aber es ist auch in Ordnung. Die römisch-katholische Kirche ist so lange legitimiert, solange sie faktisch Platz für viele verschiedene Glaubensformen hat. Denn genau dann und nur dann erfüllt sie, was Christus – wenn auch nicht der uns wörtlich überlieferte, authentische historische Jesus, wohl aber durchaus in dessen Sinne – im Johannesevangelium fordert: „dass alle eins seien“ (Joh 17,21).

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