In WHAT? we trust

In Zeiten, in denen jedem die elektronisch gesteuerte Drucktechnologie zugänglich ist, um allen erdenklichen Alltagsgegenständen ganz individuell sein persönliches Lieblingsdesign zu verpassen, müssen Anbieter entsprechender Dienstleistungen natürlich nicht mehr über elementare redaktionelle Kenntnisse verfügen. Entsprechend fiel bei einem US-Hersteller individualisierter Teppich-Motive bis zur Auslieferung des Bestellten ein gravierender Rechtschreibfehler entweder niemandem auf, inklusive dem Autokorrektur-Programm – oder aber, und diese Überlegung ist noch viel spannender, man hielt dort das Resultat tatsächlich für vom Kunden intendiert.

Und so erhielt Sheriff Bob Gualtieri, Pinellas County, Florida, für seine Diensträume kürzlich einen Teppich geliefert, der unter dem Sheriff-Emblem den Schriftzug trug „In Dog we trust„.

Gualtieri ließ das Stück, für das er ursprünglich 500 Dollar hätte bezahlen sollen, für einen guten Zweck versteigern und die 9.650 Dollar, die es nach 83 Geboten erzielte, einem örtlichen Hundeheim als Spende zukommen. (KNA 22.01.2015)

Ob der weise Sheriff in Wirklichkeit vielleicht gar nach der „theologia negativa“ als nächstes die „Palindrom-Theologie“ aus der Taufe heben wollte, die unseren Begriff des Göttlichen „von hinten aufzäumt“?

Wäre ja wahrlich nicht der schlechteste „Ansatz“-Einfall, auf den Theologen in den letzten hundert Jahren gekommen sind.

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