„Narrenrede“

In seiner berühmten „Narrenrede“ 2Kor 11-12,13 versetzt Paulus sich rhetorisch in die Rolle eines unreflektierten Prahlers hinein, um zu seinen Gunsten zur Sprache bringen zu können, was ihm ohne dieses Rollenspiel als anmaßendes Eigenlob ausgelegt würde, nämlich, wie viel er … Weiterlesen →

Paulus und Lukas

Irenäus, Eusebius und Hieronymus sowie offensichtlich auch schon die Paulus-Pseudepigraphen Kol (4,14) und 2Tim (4,11) identifizieren den Evangelisten mit dem in Phlm 24 neben anderen Mitarbeitern des Paulus genannten Lukas. Das ist insofern historisch, als es jedenfalls eine theologische paulinisch-lukanische … Weiterlesen →

Der Stachel im Fleisch des Ersten Korintherbriefs – extrikabel

Die überaus plausible These, der „erste Paulus“ der sieben sehr wahrscheinlich authentischen Briefe (Römer, beide Korinther, Erster Thessalonicher, Galater, Philipper, Philemon) sei ein radikaler politisch-religiöser jüdischer Revolutionär ganz im Sinne des historischen Jesus gewesen, der später von den drei zweifelhaften … Weiterlesen →

Die Wunder Jesu

Als eigentliches altgriechisches Wort für „Wunder“ gilt θαῦμα, thauma, Plural thaumata, zusammenhängend mit thaumazein, „sich wundern“, „staunen“. Dieser Ausdruck kommt im Neuen Testament überhaupt nicht vor. Eine einzige Stelle weist eine hiermit verwandte Wortbildung auf: „Als die Hohepriester und Schriftgelehrten … Weiterlesen →

Wie die Details der Aussendungsrede heute zu verstehen sind

Wenn von „Aussendung“ die Rede ist, impliziert diese Begriffswahl tendenziell einen ortsfesten Sender. Betrachten wir den Überlieferungskomplex „Aussendungsrede“ genauer, so stellen wir fest, dass er beschreibt, wie Jesus seine eigene programmatische Lebensweise auch seinen unmittelbaren Jüngern aufträgt. Diese Weitergabe einer … Weiterlesen →

Wie man Textzeugen vergleicht – ein plastisches Beispiel

Wann immer uns unabhängige Parallelen eines biblischen Textes vorliegen, erschließt ein genauester Vergleich faszinierende Erkenntnishorizonte. Grundsätzlich sehr problematisch ist allerdings jeder Versuch, das überlieferungsgeschichtliche Verhältnis zweier Parallelen zueinander zu bestimmen. Dieser Ansatz macht beinahe nie einen wesentlichen Anteil des echten … Weiterlesen →